Die Aktion

Wie kann man mehr Sicherheit für junge Menschen im Straßenverkehr erreichen? Disco-Fieber geht ungewöhnliche Wege, die bewegende Eindrücke hinterlassen.
Risiko Disco-Unfälle
Mobil zu sein, ist jungen Menschen wichtig: Vor allem am Wochenende ist man häufig nachts mit dem Auto unterwegs zu Verabredungen, Partys, Diskos. Je später der Abend, desto größer werden die Risiken im Straßenverkehr, ausgelöst durch Selbstüberschätzung, Gruppendynamik, durch hohe Geschwindigkeiten, Alkohol, Übermüdung und anderes. Fast die Hälfte aller Verkehrsunfälle von jungen Autofahrern und -fahrerinnen zwischen 18 und 24 Jahren ereignet sich an Wochenenden in der Nacht oder den frühen Morgenstunden; „Disco-Unfälle“ nennt sie die Polizei.
Junge Menschen wissen um die Gefahren im Straßenverkehr – in der Theorie. Doch Regeln und Verbote alleine reichen für ein verkehrsgerechtes Verhalten offenbar nicht immer aus. Oft sind es Emotionen, die uns leiten, und auf dieser Ebene will Disco-Fieber junge Menschen erreichen. Dass es gelingt, zeigen unsere Aktionstage in Schulen, Fahrschulen, Vereinen und Unternehmen. Sie sind das Herz von Disco-Fieber – wer einmal dabei war, wird die bewegenden Eindrücke nicht so schnell vergessen.
Disco-Fieber erleben
Bei den Aktionstagen berichten Mitarbeiter der örtlichen Rettungskräfte über ihre Arbeit und ihre ganz persönlichen Empfindungen dabei. Welche Gedanken gehen einem Feuerwehrmann durch den Kopf, wenn er nachts zu einem Verkehrsunfall gerufen wird? Wie erlebt ein Sanitäter den Einsatz? Was bedeutet es für einen Polizisten, Eltern die Nachricht vom Verkehrsunfalls des Kindes überbringen zu müssen?
In einer anschließenden Rettungsübung erleben die jungen Zuschauer ganz unmittelbar, wie die Rettungskräfte bei einem Verkehrsunfall um das Leben der Verunglückten kämpfen. Das hinterlässt bewegende, nachhaltige Eindrücke nicht nur bei jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktionstage – und die Bereitschaft zur Risikominimierung in Zukunft.
Die Botschaft: Übernimm Verantwortung für Dich und andere!
Im Anschluss an den Aktionstag arbeiten die Jugendlichen in ihren Gruppen oder Schulklassen weiter zum Thema, diskutieren über die Ursachen solcher Unfälle und wie ihnen vorgebeugt werden kann.
Dazu haben wir verschiedene Anregungen zusammengestellt: Wissen testen, Ideen finden, einen Aktionstag planen oder Materialien bestellen - es gibt viele Möglichkeiten, aktiv zu werden!
Im Zentrum steht die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Sie soll Jugendliche dazu befähigen, ihre Risiken im Straßenverkehr zu erkennen und dadurch zur Übernahme von Verantwortung bewegen. Disco-Fieber betont die emotionale Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und zielt dabei auf die Entwicklung sozial verträglicher Handlungskompetenzen, speziell für die Teilnahme am Straßenverkehr.
Prof. Dr. med. Johannes Gostomzyk, Vorsitzender der LZG
Weitere Informationen
Unsere Kontaktdaten
Aktion Disco-Fieber
in der LZG
Landeszentrale für Gesundheit
in Bayern e.V.
Pfarrstraße 3, 80538 München
Tel. 089-6808045-07
disco-fieber@lzg-bayern.de
Material
Disco-Fieber. Gedanken und Anleitung zu einer etwas anderen Aktion

Unser Handbuch informiert über Hintergründe und Ziele und darüber, wie Disco-Fieber in der Praxis funktioniert: lesenswert!



