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Einen Aktionstag planen

Rettungsübung der Feuerwehr

Aktionstage sind das Herz von Disco-Fieber. Wenn Mitarbeiter aus Rettungsdiensten, Feuerwehr, Polizei und Notfallseelsorge ganz persönliche Einblicke in ihre Arbeit geben, hinterlässt das bewegende und nachhaltige Eindrücke (nicht nur!) bei jungen Zuhörern. Sie lassen die Botschaft "Übernimm Verantwortung für dich und andere!" lebendig werden.

Disco-Fieber-Aktionstage werden gemeinsam mit Schulen, Berufsschulen, Fahrschulen, Gesundheits- und Jugendämtern, Betrieben oder Sportvereinen veranstaltet. Zielgruppe sind Jugendliche (Klassenstufe 9 bis 12) und junge Erwachsene, insbesondere Fahranfänger. An einem Aktionstag sind meist zwischen 80 und 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei.

Ideen und Konzepte

Viele Jugendliche und junge Erwachsene kennen Verkehrsunfälle nur aus den Medien. Ein Bewusstsein für die eigene Gefährdung ist oft nicht vorhanden. Disco-Fieber-Aktionstage zeigen, dass Unfälle – insbesondere jene nächtlichen „Disco-Unfälle“ – auch im eigenen Lebensumfeld passieren können.

Sachliche Unfallberichterstattung und die realistische Nachstellung eines Rettungseinsatzes wecken das Bewusstsein für Gründe und Folgen von Disco-Unfällen und sind damit Basis für eine offene Themenbehandlung im Unterricht. Aktionstage dienen als „Türöffner“ für eine eigenverantwortliche Auseinandersetzung, in deren Rahmen sich Schülerinnen und Schüler ihrer Rolle und ihrer Verantwortung im Straßenverkehr bewusst werden.

Letztlich zielt Disco-Fieber auf das lebenslange Verkehrsverhalten ab, denn die aus Überzeugung gewonnene Einstellung zum Unfallrisiko bleibt nicht auf Disco-Fahrten beschränkt.

Organisation

Ein Aktionstag braucht zunächst einen zeitlichen Rahmen von etwa drei Stunden; weitere Stunden kommen – je nach Möglichkeit – für die Nachbereitung des Themas z. B. im Unterricht hinzu.

Durch die Teilnahme der örtlichen Rettungskräfte und die Unterstützung des ZPG entsteht in der Regel kein finanzieller Aufwand für die Veranstalter.

Ablauf

Teil 1

Im ersten Teil stehen Berichte der Rettungskräfte im Mittelpunkt. Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienst und Notfallseelsorge erzählen über die Arbeit bei Verkehrsunfällen und vor allem über ihre eigenen seelischen Belastungen bei Unfällen mit Personenschaden.

Schüler in einem Vortragssaal

Teil 2

Der zweite Teil des Aktionstages findet im Pausenhof bzw. auf einer geeigneten Freifläche statt. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr simulieren hier einen Rettungseinsatz bei einem Verkehrsunfall. Beeindruckend für die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer ist vor allem der hohe technische Aufwand und die unerwartet lange Dauer eines solchen Einsatzes.

Feuerwehrleute bei der Bergung eines Verletzten

Teil 3

Mit der Nachbereitung dieser Erlebnisse im dritten Teil des Projekts, die am gleichen oder einem der Folgetage stattfindet, beginnt die wichtigste Phase, die interaktive Präventionsarbeit der Schülerinnen und Schüler.

Die Berichte der Rettungskräfte und die Rettungsübung haben nachhaltige Eindrücke hinterlassen, die zur Bearbeitung des Themas motivieren und eigene Erkenntnisse gewinnen lassen. Dies fördert die Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung und stärkt die Jugendlichen in ihrer Fähigkeit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen – als Autofahrer, Beifahrer oder sonstiger Verkehrsteilnehmer.

Transparent aus der Nachbereitung - Alkohol am Steuer

Transparent aus der Nachbereitung - Tod der Unschuldigen

Das Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) unterstützt Planung, Organisation und Durchführung von Aktionstagen in ganz Bayern!

An einigen Schulen und Fahrschulen gehören Disco-Fieber-Aktionstage inzwischen fest zum Jahresprogramm. Wir freuen uns über das große Engagement von Rettungskräften, Lehrerinnen und Lehrern und nicht zuletzt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für das gemeinsame Ziel:

Verantwortung übernehmen, Disco-Unfälle verhindern!