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Unfallstatistik

Erstmals seit vier Jahren ist im Jahr 2011 die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen in Bayern ums Leben kamen, wieder gestiegen. Ein hohes Unfallrisiko haben nach wie vor junge Erwachsene. Sie sind überdurchschnittlich häufig in Verkehrsunfälle verwickelt.

Rund 350.000 Verkehrsunfälle ereigneten sich im Jahr 2011 in Bayern, mehr als 70.200 davon mit Personenschaden. 778 Menschen verloren bei diesen Unfällen ihr Leben, im Jahr zuvor waren es 697 gewesen. "Wir haben weniger Unfälle, aber wir haben dramatischere Folgen", konstatierte Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung der Unfallzahlen am 16. Februar 2012 in München. 2010 hatte es ingsgesamt 357.000 Verkehrsunfälle gegeben.

Hohes Risiko für junge Erwachsene

"Nach wie vor sind die jungen Leute die häufigsten Unfallverursacher", sagte der Minister mit Blick auf die rund 37.500 Unfälle, an denen 18- bis 24-jährige Fahrer oder Fahrerinnen beteiligt waren. Denn wenn auch die Unfallzahl in dieser Altersgruppe die niedrigste seit 2003 ist, so ist der Anteil der jungen Erwachsenen an Unfällen im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich hoch. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes kamen im Jahr 2011 127 junge Männer und Frauen bei Verkehrsunfällen in Bayern ums Leben.

Eine Ursache sind immer wieder Disco-Unfälle, also jene Unfälle, die sich zwischen 20.00 und 6.00 Uhr auf der Fahrt von oder zu Vergnügungen ereignen.

Säulengarfik der 18-25jährigen Verkehrsunfalltoten im Zeitraum 2000-2010

Insgesamt ist in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der tödlich verunglückten jungen Erwachsenen in Bayern um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Auch wenn das eine glückliche Entwicklung ist: Jeder Unfall ist immer ein Unfall zu viel!