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Unfallstatistik 2017 in Bayern

Die Zahl der Verkehrsunfälle, die von jungen Menschen im Alter von 18–25 Jahren im Jahr 2017 verursacht wurden lag bei 21.845, das entspricht einem Anteil von 56,9 % an den Verkehrsunfällen mit ihrer Beteiligung. Dabei wurden 13.362 junge Menschen verletzt, davon 1.839 schwer. Von den beteiligten jungen Erwachsenen kamen im vergangenen Jahr 46 als Pkw-Fahrer, 32 als Motorradfahrer und 25 als Mitfahrer ums Leben.

Insgesamt starben im Jahr 2017 in Bayern 115 junge Menschen im Alter von 18–25 Jahren bei Verkehrsunfällen.

41.446 junge Erwachsene waren 2017 in Verkehrsunfälle verwickelt.

Darüber hinaus ereigneten sich 3.387 Verkehrsunfälle mit beteiligten Jugendlichen im Alter von 15–17 Jahren. Dabei wurden 2.566 Jugendliche verletzt, davon 543 schwer und 16 getötet. Bei den Jugendlichen waren nicht angepasste Geschwindigkeit, Fehler der Straßenbenutzung und fehlender Abstand die Hauptunfallursachen.

Die Unfallursache Alkoholeinfluss wurde bei 63 Jugendlichen im Alter von 15–17 Jahren und 855 jungen Erwachsenen im Alter von 18–25 Jahren festgestellt. Sie führte bei den jungen Erwachsenen zu 11 tödlichen Alkoholunfällen mit 11 getöteten Personen. Zudem verursachte 1 alkoholisierter Jugendlicher als Fußgänger einen Verkehrsunfall, bei dem er tödlich verunglückte.

Alles nur Zahlen?! Jeder verletzte oder getötete junge Mensch ist einer zuviel!

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann veröffentlichte am 19.Februar 2018 die bayerische Verkehrsunfallstatistik 2017:

Die Zahl der Verkehrstoten im Freistaat war noch nie so niedrig wie 2017. Mit 608 Menschen die 2017 auf bayerischen Straßen ihr Leben verloren, wurde der geringste Wert seit Beginn der Unfallaufzeichnung vor mehr als 60 Jahren aufgezeichnet. Auch die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Bayern ging Herrmann zufolge 2017 mit 548 auf einen absoluten Tiefststand zurück. Ebenso ging die Zahl der Schulwegunfälle im vergangenen Jahr zurück. Nach zwei Jahren ohne tödlichen Schulwegunfall kam allerdings im letzten Jahr ein Kind auf dem Schulweg ums Leben. Im bayerischen Straßenverkehr kamen 123 Motorradfahrer ums Leben. „Gerade die weiterhin hohe Zahl … macht deutlich, dass wir unsere Maßnahmen zur Motorradsicherheit nochmals deutlich verstärken müssen ... deshalb werden wir heuer die Motoradsicherheit in den Mittelpunkt unserer Verkehrssicherheitsarbeit ... stellen.“ Auch 2017 ereigneten sich in Bayern die meisten tödlichen Verkehrsunfälle auf den Landstraßen. Ebenso war überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache für schwere Verkehrsunfälle. Rund ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle ging auf das Konto von Rasern. Darüber hinaus war ungenügender Sicherheitsabstand eine häufige Ursache für tödliche Verkehrsunfälle, vor allem auf Autobahnen. 70 Menschen kamen dabei ums Leben, das sind rund 60 % mehr als im Vorjahr.

Außerdem hat sich auch wieder die tödliche Gefahr von Alkohol am Steuer gezeigt“, warnte der Minister. Die Zahl der Alkoholunfälle stieg auf 4.821 an und die Zahl der Getöteten erhöhte sich um eine Person auf 59. Auch das Abkommen von der Fahrbahn spielt nach Hermanns Worten eine wesentliche Rolle bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge. Hier stieg die Zahl der Getöteten um 1,6 % auf 194 an. „Die Gründe für das Abkommen sind vielfältig und reichen von Fahrfehlern über Ablenkung durch Smartphone und Co. Bis hin zu Müdigkeitsunfällen“, erklärte Herrmann.

Die gesamten Maßnahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms sind unter „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ abrufbar.

Weitere Informationen zur Verkehrsunfallentwicklung 2017 in Bayern finden Sie in der Pressemitteilung des STMI vom 19.02.2018.